Rubbelzeit

8 Rezepte für natürliches Peeling

Der Herbst kommt. Und mit ihm die Badezeit – Herrlich! Was beim wohltuendem Bad zu beachten ist, haben wir ausführlich in unserem Beitrag Bade Dich schön beschrieben. Nun gehe ich einen Schritt weiter und will über das Abrubbeln sprechen. Schließlich haben wir diesen Sommer soviel über Schönheit von Ihnen gesprochen, dass es an der Zeit ist, auch etwas über die Unterstützung von Außen zu sagen 😉

Ein Besuch im Hamam oder Kosmetikstudio ist kein Muss für Peeling-Freuende.  Jeder kann einfach und schnell seine ganz persönliche Schönheitskur fürs Gesicht oder den Körper zu Hause selber herstellen.

Ich persönlich peele schon lange mit Rohzucker oder Meersalz. Kostengünstig, Zeitsparend aber vor allem ohne Nebenwirkungen von Konservierungsstoffen, künstlichen Aromen oder anderen Zutaten, die bestenfalls trockene Haut, schlimmstenfalls Juckreiz verursachen. Dabei gibt es natürlich auch tolle Produkte! Dennoch, ich bin mir des ewigen Probieren leid und am Ende fand ich nie ein Produkt, das mich zu 100% (Duft, Konsistenz, Inhaltsstoffe etc.)  überzeugte.

Der eigentliche Zweck vom Peeling ist: Entfernung von abgestorbenen Hautschüppchen, um die Haut danach wieder so richtig strahlen zu laßen. Hierfür braucht unsere Haut ab und zu eine richtige Abreibung 😉

Peeling kommt vom englischen „to peel“, was so viel heißt wie schälen oder pellen. Durch feine Partikel, Kristalle oder Schleifkörper wird die obere Schicht der Haut entweder mechanisch, also durch reiben, oder chemisch (z.B. bei Fruchtsäurepeelings) entfernt. Es ist keine Erfindung der modernen Kosmetik: Das Türkische Hamam bietet seit Jahrhunderten Ganzkörperbehandlungen mit einem Handschuh aus Ziegenhaar und auch im alten Ägypten gab es Anwendungen, bei denen die obere Hautschicht abgetragen wurde.

Welches Peeling ist das Richtige?

Und wie kann ich es selbst zubereiten, wenn mich die industriell hergestellten Produkte nicht begeistern? Ich habe für Euch ein paar Rezepte gefunden und zusammen gestellt:

Die süße Versuchung

Endlich mal ist Zucker erlaubt! Dank der Rauheit auf der Haut (ohne sie uze schädigen) ist Zucker die ideale Zutat für ein Peeling.  Durch die Zuckerkörner werden abgestorbene Hautschüppchen entfernt. Das Olivenöl pflegt die Haut.

•ein paar Löffel weißen Zucker oder Rohrzucker

•Olivenöl

•miteinander vermischen bis eine dickflüssige Masse entsteht

Das Peeling in kreisenden Bewegungen auf die feuchte Haut auftragen und kurz einwirken lassen. Anschließend mit warmem Wasser abspülen.

Geeignet für Gesicht und Körper.

Zurück bleibt seidig weiche Haut, die keine zusätzliche Creme benötigt.

Tipp:  Das Peeling hilft auch bei Hornhaut.

Schokolade auf der Haut

Und es geht weiter: Auch Schokolade ist auf der Haut Sündenfrei! Wenn Du also nächstes Mal wieder totalen Heißhunger auf Schokolade hast, verputze nicht die ganze, sondern breche 2 Stücke ab und ab damit ins Wasserbad. Gern auch mit zwei Esslöffeln Naturjoghurt und etwas Honig mischen. Vielleicht auch etwas Kakaopulver dazu? Und damit die hast auch gepopelt wird: gemahlene Mandeln einsetzen.

Tipp: Auch beim Baden gilt: Zartbitterschokolade der Milchvariante vorziehen

Obstschale

Du bist eher ein Obstfan? Dann empfehle ich das Bananen-Papaya-Peeling.

•Banane mit einer Gabel zerdrücken

•¼ Papaya fein pürieren und zur Banane geben

•ein Esslöffel Zucker dazu geben

•Honig für bessere Geschmeidigkeit hinzufügen

Eine andere Variante  für  Vitaminreiches Peeling basiert auf Äpfeln:

•halben Apfel raspeln

•mit 2 TL Honig und 1 TL Mohnkörnern vermengen

Das Peeling sanft in die Haut massieren und 15 Minuten einwirken lassen, damit die Vitamine Zeit haben, von der Haut aufgenommen zu werden.

Wunderkörner

Weiter geht es in der Abteilung der ‚Hype‘ Lebensmittel: Leinsamen Peeling. Die kleinen braunen Körner sind im Bereich Beauty nicht zu verachten.

•1 Esslöffel Leinsamen

•½ Würfel Backhefe

•warme Milch geben,

•zu einer dickflüssigen Masse vermengen

Tipp: Ideal zur Entfernung von Verunreinigungen und abgestorbenen Hautschüppchen

Noch mehr Reinigung

Die Basis für das reinigende peeling bildet Heilerde.  Der Pulver (erhältlich in Apotheken, Reformhäuser und gut sortierten Drogerien)kann auch innerlich – etwa bei Verdauungsstörungen – angewendet werden kann. Das Naturprodukt ist in vielen  Fertig-Peelings enthalten. Für die Eigenherstellung benötigst du:

•eine Tasse Heilerde

•Wasser oder Kamillentee

Die ‚Heilerdenmaske‘ kreisförmig einmassieren und etwa 15 Minuten auf der Haut lassen, damit die Erde ihre entzündungshemmende Wirkung entfalten kann. Mit Wasser gründlich abspülen.

König der Weichheit!

Ähnlich wie Heilerde wirkt auch Honig entzündungshemmend. Also darf Honig nicht nur aufs Brot oder in den Tee, sondern auch aufs Gesicht.

•Honig im Topf leicht erwärmen (ca 36°9)

•grobes Meersalz hinzugeben

• Auftragen

•Leicht massieren

•Kurz einwirken lassen.

•Abwaschen.

Strahlen!

Wachhund Dellenfrei

Last but noch least: Noch ein Genussmittel, der bei oralen Einnahme kontrovers ist – zumindest in hohen Mengen – und sich auf der haut unbedenklich positiv auswirkt. KAFFEE.

Ein Peeling mit Kaffeepulver belebt und reinigt die Haut. Das Rezept:

•5 Esslöffel Kaffeesatz

•etwas Olivenöl

•in kreisenden Bewegungen auf die Haut geben

•10 Minuten einwirken lassen

•mit Wasser gründlich abspülen

Da Koffein ein fettspaltendes Enzym ankurbelt, soll Kaffee auch gegen Cellulite helfen. Das Peeling also ruhig bei Bedarf auch auf die Oberschenkel auftragen.

Fröhliches Rubbeln!

Oder guten Appetit! Denn alle beschriebenen Do-it-yourself-Peelings sind auch essbar und teilweise sehr lecker 😉

Eure Yve

 

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