Rabimmel, Rabammel, Rabumm!

Ich gehe mit meiner Laterne…

Geboren war der Heilige Martin am 8. November 397. Der 11. November ist hingegen der Tag seiner Beerdigung und wurde zu seinem Gedenktag.

Der Römische Soldat, der mit einem Bettler seinen Mantel und sein Brot teilte wurde nach seinem Tod mit ca. 81 Jahren heilig gesprochen.Viele Legenden entstanden um den barmherzigen Martin: vom Heilen der Kranke bis hin zum Aufwecken der Tote.

Die wohl bekanntesten Traditionen im Zusammenhang mit Stankt Martin sind:

Laternenumzug mit Gesang und Martinsgans.

Vor allem bei Kinder ist der Laternenumzug sehr bleibet. Gemeinsam durch die Dunkelheit zu gehen, beim fackelnden Kerzenlicht der meist selbst gebastelten Laternen, singend und lachend – das macht Spaß. Und dann gibt es noch ein leckeres Hefegebäck beim Lagerfeuer. Lecker!

Deutsch ist das Fest nicht. Sankt Martin wird in ganz Europa gefeiert, obgleich unterschiedlich stark ausgeprägt.

In den evangelisch geprägten Regionen wird Sankt Martin meist schon am 10. November (Geburtstag von MartinLuther) gefeiert. So sind wir auch in Frankfurt a.M. bereits unseren Umzug gelaufen. Mund voll mit Hefemännchen strahlt mein Sohn am Ende des Festes. Doch bis dahin war es diesmal kein toller Abend:

  1. Das Wetter machte nicht mit – Dauerregen…
  2. Die fleißig geübten Lieder kamen kaum zum Einsatz, da manche Mamas meinten, sie müssten so dicht an ihren Kinder stehen, dass sie andere Kids damit weg gedrängt und ausgeschlossen haben – liebe Helikopter-Mamas: Was sieht ein 105cm großes Kind hinter euren mit Rucksäcken und Schirmen bepackten Rücken? Aber schön, wenn zumindest Eure Kinder ‚im Licht‘ standen…
  3. Die beste Freundin wollte dann doch mit jemandem anderen im Paar laufen…

Aber Ende gut = alles gut 🙂

 

Martinsgans

Der Legende nach hat sich Martin im Gänsestall versteckt als er von seiner Nominierung zum Bischof von Tours erfahren hatte, da er in seiner asketischen Art zu leben, dieser Ehre entgehen wollte. Doch die Gänse haben ihn mit ihrem Gegaukel verraten und nun müssen sie seit Jahrhunderten einbüßen…

Vielleicht ist das der Grund, vielleicht kamen einfach nur ein paar Menschen darauf, dass es schön ist, eine Weihnachtsgans schon vor Weihnachten zu genießen 😉

Wir tun es jedenfalls gern und haben auch ein Rezept für Dich. Und wenn das Foto schon Überforderungsschweißperlen auf deine Stirn bringt – viele Restaurants bieten hervorragende Gänse-Menüs für Dich und deine Freunde! (Schreib uns für nähere Tipps contact@balanceroom.com)

 

Das Rezept

Zutaten für 5 Personen

  • 1 ca. 5kg Gans
  • 1 EL Majoran
  • 1 Bund Suppengemüse
  • Gemüsebrühe
  • Salz & Pfeffer

Zutaten für die Füllung

  • Apfelsaft
  • Gewürznelken
  • getrocknete Zwetschken

Zubereitung

  • Äpfel schälen und vom Kerngehäuse befreien, dann wüfelig schneiden.
  • Äpfel und getrockneten Zwetschken 5-10 Min. mit Zimt und Gewürznelken im Apfelsaft ziehen lassen.
  • Den Backofen auf 200°C vorheitzen.
  • Die Gans waschen, mit Küchenpapier trockentupfen, innen und außen mit Salz, Majoran und Pfeffer würzen.
  • Die Gans mit den marinierten Äpfel füllen. Die Öffnung mit Rollgarn zusammenbinden.
  • Die Gans mit der Brustseite nach unten mit Fett in einen Bräter geben, geputztes Suppengrün dazu und in den Backofen schieben. Bei 180°C mittlere Schiene, ca. 4 bis 5 Std. braten.
  • Nach der Hälfte der Bratzeit die Gans immer wieder mit Bratfett beschöpfen oder bepinseln und etwas Gemüsebrühe zugießen.
  • Die Gans tranchieren, Apfelfülle herausnehmen und mit Beilagen nach Geschmack (z.B.: Rotkraut und Knödel) servieren.
Tipp zum Rezept
Je mehr man die Gans mit dem Bratensaft übergießt desto knuspriger wird sie.Laßt es euch schmecken! Und mit oder ohne Laternenlauf: Habt einen schönen Tag!

Eure Yve

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