Alex im Wald

Was viele als Geheimtipp führen, ist für mich fester Bestandteil meines Lebens geworden. Am besten entspannen und auftanken kann ich in der Natur und besonders im Wald. Das haben auch Forscher mittlerweile herausgefunden: Ein Spaziergang im Wald beeinflusst Psyche, Herz und Immunsystem.

Wellness kostenlos! Was passiert im Wald?

Das Geheimnis des Waldes ist nicht nur die Ruhe oder das satte Grün, sondern auch die besondere Luft. In der Luft finden sind Phytonzyden, die von den Pflanzen gebildet werden um sie vor Krankheitserregern und Schädlingen zu schützen. Bei einem Spaziergang atmen wir über die Waldluft genau diese Phytonzyden ein, die laut Forschern auch auf unser Immunsystem wirken.

Voraussetzung für die Aufnahme in den Körper ist das „richtige“ Atmen!

Atmen ist nämlich die wirksamste Reinigungsmöglichkeit, die uns zur Verfügung steht!
Mit einer tiefen und bewussten Atmung können wir unser Lymphsystem (viermal so groß wie unser Blutkreislauf!) so aktivieren, dass unser Körper von Gift- und Schlackestoffen sowie überschüssigen Flüssigkeiten gereinigt wird. Das Zwechfell ist übrigens der größte Muskel, den wir haben- das war auch für mich neu.

Atmen geht von ganz alleine

In der Regel. Wobei jeder von uns seinen eigenen Atemrhythmus hat, der zu jeder Zeit unsere seelische Verfassung widerspiegelt.

Zum Beispiel können Angst und Stress die Atemfrequenz unbewusst so verändern, dass sie der einer Fluchtsituation ähnelt. Das mag in Fluchtsituationen hilfreich sein, aber weniger im täglichen Leben. Wer nämlich immer wieder bzw. auch dauerhaft flach und schnell atmet, versorgt den Körper mit zu wenig Sauerstoff und atmet andererseits zu wenig Kohlendioxid ab was zu einer erhöhten Muskelspannung führt und uns weniger Schmerzreize wahrnehmen lässt.

Mit einem langsamen, tiefen Atemzug können wir dagegen bis zu zehnmal so viel Luft einatmen wie mit einem kurzen, flachen.

Ein gesunder Erwachsener atmet ungefähr 12 Mal pro Minute.

„Richtig atmen“ heisst, dass Atemluft ohne Anstrengung durch den Körper fliesst. Der Atem sollte dabei bis in den Bauch und das Becken strömen aber auch im Rücken, Nierenbereich und den seitlichen Flanken spürbar sein.

  • Eine aufrechte, gestreckte Haltung ist Grundvoraussetzung für tiefes, weites Atmen. Das kann sowohl im Liegen als auch Stehen geschehen.
  • Atme durch die Nase! Dabei wird die Luft erwärmt und angefeuchtet.
  • Mache Pausen nach dem Aus- und Einatmen, das bringt Ruhe in Deinen Rhythmus.
  • Übe Bauchatmung in Zusammenhang mit der Brustkorbatmung.
  • Yoga und Pilates sind gute Sportarten, um sich u.a.mit bewusstem Atmen zu beschäftigen.
  • Ausreichende Bewegung an frischer Luft unterstützt die Fähigkeit, viel einzuatmen.
  • Lachen entspannt das Zwerchfell und regt den Kreislauf an.

Magisches Grün

Für mich ist ein dichter Wald immer noch ein magischer Ort, am liebsten mag ich Buchenwälder weil ich die Stämme der Bäume so mag. Fürh am Morgen, wenn die Sonne aufgeht und das Licht sich durch die Blätter bricht oder wie Strahlen auf den Waldboden fällt, vielleicht noch irgendwo etwas Nebel hängt- was magischeres gibt es für mich nicht.

Das sind die Momente, wo ich jederzeit damit rechne, dass doch eine Elfe oder ein Waldwichtel jeden Moment hinter einem Stein hervor kommen…


Unsere Kinder gehen in einen Waldkindergarten. Viele Menschen können sich nicht vorstellen, wie das dort funktioniert. Als ich letztens meinen Elterndienst absolviert habe, musste ich feststellen, dass es der schönste Arbeitsplatz der Welt ist. Die Ruhe des Waldes überträgt sich auch auf die Kinder. Sie basteln, spielen, lesen Bücher, bewegen sich so wie in einem „normalen“ Kindergarten, nur eben die ganze Zeit draußen.

Das beruhigt die Nerven, bringt den gewünschten Ausgleich und was soll ich sagen- sie sind deutlich gesünder oder auch robuster als andere Kids. Wenn es mal richtig schüttet, gibt es einen beheizten Bauwagen oder ein Tipi, in dem ein wohliges Lagerfeuer brennt. Einfach herrlich!

Und wenn sie mittags dann nach Hause kommen, ziehen wir am Nachmittag oft wieder in den Wald, mit dem Fahrradanhänger, mit Pfeil und Bogen oder um Materialien zum Basteln zu sammeln. Oft habe ich eine Brotzeit dabei und dann suchen wir uns einen Feenstein, auf dem wir unsere Schätze ausbreiten und gemütlich verzehren. Aus Buchenblättern kann man tolle Türkränze basteln, einfach die Blätter auf einen Draht auffädeln, zusammenbinden- fertig!

Fazit: Ab in den Wald so oft wie möglich! Genieße die Ruhe, die Luft und das satte Grün.

Umarme einen Baum! Sieht vielleicht am Anfang komisch aus, aber das Gefühl ist wirklich unbeschreiblich 🙂

Und zu guter Letzt habe ich noch für Dich einen Wald-Lesetipp

Eure Alex

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